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Türkei

TÜRKEI 2013

KAIROS (gr. Der Gott des richtigen Zeitpunktes) Oh Claudi, wo gehst Du denn jetzt schon wieder hin?“Ja, warum mache ich diese Reise eigentlich? Ich möchte lieber hierbleiben!...Wenn ich aus der Türkei zurückkomme, erzähle ich Dir, wie es war“. Beschwörend sagte ich diese Worte zu meiner langjährigen Helferin und zu meiner Freundin gewordenen Griechin Charoula“.Nein, solange hat der Krebs ihr diese Zeit nicht gegeben und zwei Tage nach meiner Rückkehr stand ich an ihrem offenen Grab. Und erzählte ihr von der unvergleichlichen und atemberaubenden Landschaft in Kapadokien. Den Feenkaminen, dem Tal der Liebe, den vielen Höhlenkirchen, Grotten, der unterirdischen Stadt, in die ich trotz meiner Platzangst hinuntergestiegen bin und von den freundlichen und bescheidenen Menschen, die ich getroffen habe...Es entstanden dabei so viele innere Bilder, dass ich ES tun MUSSTE!Nach langer Malpause, begann ich schon am nächsten Tag damit, das Gesehene, Erlebte, Gefühlte, in meine Sprache, die Sprache der Malerei umzusetzen und auf leinwand festzuhalten. Eine Reisebeschreibung im herkömmlichen Sinn ist es nicht geworden, aber ich wollte auch meine ganz persönlichen Eindrücke wiedergeben. In (wenigen) Fotos von mir festgehalten und aus der Erinnerung geholt.Für Charoula bin ich aber schon mal „ins Paradies“ gegangen. Viele (über 400) große steinige Stufen hinab zur geologischen Attraktion Cennet ve Cehennem“ zu Deutsch Himmel und Hölle“. Es ist ein schwerer und beschwerlicher Weg, aber wenn man unten angekommen ist und durch den Bogen der Grotte zum Himmel schaut, fühlt man sich mit dem Universum verbunden. Man spürt, dass es einen göttlichen Plan gibt und dass alles, was mit uns geschieht, einen tiefen Sinn hat. Ja, machen wir uns auf und scheuen auch die großen Steine nicht, die uns so oft im Weg liegen. Betrachten wir sie einfach als Herausforderung, sie mit Entschlossenheit zu nehmen…und, um uns bewusst zu machen, dass wir nur DESHALB HIERHER“ gekommen sind. Mit viel Freude sind meine Bilder entstanden. Soo viele Steine das musste ich erst mal lernen. Also habe ich auch Steine in meinen Collagen verwendet. Durch ihre besondere Haptik sind die Bilder nicht nur sehens-, sondern auch berührenswert geworden. Der Rundbogen, der einfach immer wieder auftauchte..?! 31 Bilder in 31 Tagen. 31 Tage im Atelier, Farbe überall, wenig Schlaf und keine Zeit bemerkt – den vielen Regen auch nicht- aber jede Menge Adrenalin! Ich würde mich freuen, wenn sie beim Betrachten der Bilder spüren könnten, mit wie viel Liebe sie entstanden sind und wie jeder einzelne der 12 Tage in der Türkei für mich wieder „ein Gesicht“ bekommen hat. Den Reiseorganisatoren danke ich von Herzen, weil sie uns an Plätze voll magischer Kraft geführt haben. Besonderen Dank aber unserem türkischen Reiseleiter Sezai Ak, für sein großes Wissen und seine positive, entspannte und den Menschen zugewandte Art, der all seine „Schäfchen“ heil und gesund wieder zum Flieger brachte. Das Bild „Cennem/Paradies aber widme ich Charoula. Wird mich jetzt wohl noch jemand „Claudi“ nennen? Allahaismarladik Claudia Schäfer



CAESCH

Claudia Schäfer - Malerin und Modedesignerin im Kölner Westen

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